Reportagen

Vier Wochen bis zum Tod

27 Tage. So lange hätte die Besatzung des Bunkers in Rieb bei Hemau überleben können - um Telefone zu bedienen. Danach wäre es nach einem Atomschlag auch für sie vorbei gewesen. Wir begleiten im Artikel Besitzer Thomas Semmler, zeigen die Anlage in 360° und lassen Leser Nuklearwaffen testen.

Thomas Semmler steht in seinem Keller und schaut in den Wald. Der Keller hat eine Grundfläche von 1435,5 Quadratmetern, 38 Räume, drei Meter dicke Außenwände, eine hermetisch verriegelbare Schleuse, einen eigenen Brunnen, frei schwingend angebrachte Inneneinrichtung - kurz: alles, was es für den Einschlag einer Atombombe braucht.

Eine Fototapete statt Betonwände. In diesem Raum standen die Fernschreiber. Der Boden schwingt bei jedem Schritt - er sollte die Stöße von Explosionen abfangen. - Spherical Image - RICOH THETA

Der Wald, vor dem Semmler steht ist nicht echt. Eine Foto-Tapete, um die Moral der Menschen zu verbessern, die einmal in diesem 18-Millionen-D-Mark-Betonsarg gearbeitet haben. „Es ist eine gruselige Vorstellung“, sagt Semmler. Denn die Soldaten hier im Bunker hatten den Tod vor Augen. Hätten sie einen Nuklear-Schlag im Bunker überlebt, wären ihre Stunden gezählt gewesen: Rund 650 wären ihnen geblieben.

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