Demografie

Ostbayern altert

Die jungen Menschen ziehen in die Stadt, in den Dörfern gibt es oft nicht einmal mehr einen Metzger oder einen Bäcker. Doch einige Orte rüsten sich für die Zukunft.

Von den Volontären der Mittelbayerischen Zeitung

Die Region Ostbayern wächst. Regensburg boomt, doch die ländlichen, strukturschwachen Gebiete schrumpfen. Das sperrige Schlagwort dazu lautet „Demografischer Wandel“. Hinter dem Wortungetüm verbirgt sich eine Entwicklung, die jeden Bürger betrifft – wenn auch mit sehr unterschiedlichen Folgen.

Johanna Dollmann (66) wohnt im Eilsbrunn bei Sinzing (Lkr. Regensburg) - einer Gemeinde mit knapp 1200 Einwohner. Doch irgendwann in den nächsten zehn Jahren wird sie höchstwahrscheinlich nach Regensburg umziehen - dorthin wo sie heute schon täglich im eigenen Metzgersladen in der Wollwirkergasse hinter der Theke steht. In Zukunft soll sich nicht nur ihr Arbeitsplatz in der Domstadt befinden, sondern auch ihr Wohnort. Denn das Leben in einem Dorf im hohen Alter kann sie sich nicht vorstellen: „Sobald du das Auto abgibst, bist du da draußen verloren“, sagt sie. Und das, obwohl Eilsbrunn nur acht Kilometer von der Boomtown Ostbayerns entfernt liegt. 

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