Draußen pfeift der Wind wie wild, die Baumkronen entlang des Rollfelds am Nürnberger Flughafen biegen sich. Robert Heiß kommt ins Teamzimmer, die Wollmütze noch auf dem Kopf, schwere Stiefel an den Füßen, neonorangene Jacke. Der Notfallsanitäter kommt gerade vom Einsatz zurück. Das Team der DRF Flugrettung hätte mit dem Intensivtransport-Hubschrauber „Christoph Nürnberg“ ins benachbarte Baden-Württemberg fliegen sollen – hätte, denn gegen die niedrige Wolkendecke in Kombination mit dem stürmischen Wind hatte Pilot Maik Rosenbaum keine Chance. Der Hubschrauber musste vor der Ostalb wieder umdrehen und den Einsatz abbrechen. „Kommt selten vor, kommt aber vor“, sagt Rosenbaum, der wenig später den Raum betritt, ebenfalls in voller Montur. „Wenn die Flugsicherheit in Gefahr ist, geht es einfach nicht.“