Dann endet die Straße. Jedenfalls sieht man sie vor lauter Schnee nicht mehr. Sähe man sie, es wäre eh nur ein geschotterter Weg. Dieser kann aber immerhin von sich behaupten, dass er zur halben Welt führt. Die liegt am Ende der Welt.

Wer im Velburger Ortsteil Finsterweiling den Weg bergauf wählt, der fühlt sich zumindest alsbald am Ende der Welt angekommen. Ganz besonders in diesen Tagen mit dem vielen Schnee, der die Konturen der Landschaft in Zusammenarbeit mit dem grauen Wetter verschwinden lässt. Kein Horizont ist zu sehen. Schnee und weißer Himmel verschmelzen. Kabel tragende Masten markieren den Verlauf der unsichtbaren Straße, die sich auf der Anhöhe über dem Tal der Schwarzen Laber zwischen Felder hindurch und begrenzt von Wald dahin schlängelt. Aber dort hinten, auf halber Strecke nach Waldhausen, muss sie sein: die Halbe Welt.