Der Mann polarisierte zeit seines Lebens. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts kochte der Regensburger Domplatz im Wahlkampf fast über vor Emotionen. Ovationen seiner Fans mischten sich mit Buh-Rufen und einem ohrenbetäubenden Konzert der Trillerpfeifen. Franz Josef Strauß wollte gerade das Podium betreten, da erklomm ein Störer über das Fallrohr der Dachrinne akrobatisch das Postgebäude und trieb oben auf dem Dach seine Faxen. Die Veranstaltung drohte zu platzen, der bayerische Ministerpräsident durfte wegen Sicherheitsbedenken lange nicht ans Mikro. Die „Stoppt-Strauß!“-Fraktion feierte den Coup, derweil verärgerte CSU-Anhänger mit lautstarken Sprechchören („Runterschießen! Runterschießen!“) die bayerische Polizei zu, nun ja, beherztem Eingreifen animierten. Schließlich wurde der unerwünschte Possenreißer überwältigt.