Die Sonne bricht durch die Wolken und lässt die türkisblauen Türen des Regensburger Arbeitsamtes leuchten. Ein paar Vögel zwitschern, eigentlich ist es ein schöner Morgen. Lächeln sieht man trotzdem die Wenigsten, die Schlange vor dem Schalter ist lang. Auch ein Mann, der in dem kleinen Hof vor der Tür steht, lächelt nicht, obwohl man an seinen tiefen Lachfalten sieht, dass er es durchaus kann. Er ist um die 40, hat dunkle Haare und trägt eine blaue Steppjacke. Gleich hat er einen Termin, er ist auf Jobsuche. Jahrelang hat er im Lager gearbeitet, dann eine Fortbildung gemacht, um in der Planung arbeiten. Jetzt ist er arbeitslos, deswegen will er auch seinen Namen nicht nennen. Er kommt hier jede Woche her, um mit seinem Berater zu sprechen. Und für was? „Irgendwann gibt es eh keine Arbeit mehr“, sagt er, „die wird dann nur noch von Maschinen gemacht“.