So hatte sich Felix Zeltner sein Wohnabenteuer in New York nicht vorgestellt: Vater, Mutter, Kind, ein Auto voller Umzugskisten – und obdachlos. Als Zeltner mit seiner Familie die neue Wohnung in Sunset Park in Brooklyn, New York, beziehen wollte, öffnete ein älterer Mann die Tür, der von dem angeblichen Vermieter noch nie etwas gehört hatte. 24 Stunden vor der Schlüsselübergabe war der Vermieter plötzlich abgetaucht, antwortete nicht mehr auf Nachrichten, Anrufe, Mails. „Ich habe dem Mann, der dort wohnt, den Mietvertrag gezeigt, habe gesagt, ich habe es hier schwarz auf weiß“, sagt Felix Zeltner, und lacht über seine eigene Naivität. Postleitzahl und Straße stimmten zwar, doch der Betrüger hatte einfach ein „W“ für West in die Adresse integriert – und sie mit dem kleinen Trick in eine Fantasie-Adresse verwandelt, die den Vertrag nichtig machte. 1400 Dollar hatte Zeltner für die Miete schon überwiesen. Er hätte es nicht für möglich gehalten, dass er zum Opfer eines Wohnbetrugs wird.