Wenn ein Altbayer einen Preißen tratzen will, intoniert er den Satz: „I moa fei scho aa!“ – und behauptet dreist, er könne Französisch. Flott und weich ausgesprochen, klingt das ja auch sehr vornehm näselnd. Stimmt aber nicht. Hochdeutsch heißt die Dialektbekundung schlicht: Ich meine halt schon auch.

Die Wahrheit aber ist: Kein deutscher Dialekt hat so viele aus dem Französischen stammende Wörter übernommen wie das Bayerische. Ob sich deshalb französische Fußballer an der Isar so besonders wohlfühlen? Dazu später. Den Ausdruck tratzen jedenfalls müsste der FC-Bayern-Spieler Franck Ribéry eigentlich gut kennen – nicht nur seine Ballkunst, sondern auch seine Streiche sind legendär. Im Französischen bedeutet tracasser wie in der bayerischen Mundart necken und quälen.