Marco Polo, so will es die Überlieferung, soll es für einen großartigen Witz gehalten haben. Da hatten sich die Alchimisten über die Jahrhunderte vergebens bemüht, aus allerlei unedlen Metallen Gold herzustellen. Und dann kamen die chinesischen Kaiser und erklärten mir nichts, dir nichts einfaches Papier zu Geld. Und das wurde tatsächlich im gesamten Reich als Zahlungsmittel akzeptiert!

Es war schon eine absurde Geschichte, die der venezianische Händler da von seiner großen Reise mitgebracht hatte. In Europa jedenfalls war an die Einführung von Papiergeld im 13. Jahrhundert noch lange nicht zu denken, erst rund 200 Jahre nach Marco Polos Rückkehr aus China tauchten in Spanien die ersten Geldscheine auf, im 17. und 18. Jahrhundert gab es einige Experimente mit Tresorscheinen, Wechseln und Kassenscheinen, die gegen Münzgeld eingetauscht werden konnten. Weit verbreitet und akzeptiert waren Geldscheine in Deutschland aber erst ab dem 19. Jahrhundert. Eine Revolution im Bezahlwesen.