Man muss eins vorausschicken: Uwe Rodermund ist kein Schanzenviertler. Er brachte am Morgen seine zwei Pflegekinder in die Kita, ist im beschaulichen Stadtteil Farmsen in die U1 gestiegen, hat nach ein paar Stationen auf die U3 gewechselt. Eine halbe Stunde später steht er am U-Bahnhof Sternschanze, ein großer Mann in Sandalen und kurzer Hose, kariertem Hemd, sonnenbrauner Haut und breitem Lächeln. „Moin Moin.“ Uwe (70) wird durch das Viertel führen, in dem es nächste Woche zum Showdown kommt zwischen G20-Teilnehmern und ihren Beschützern einerseits und G20-Gegnern und ihren Unterstützern andererseits. Uwe sagt: „Eine Zeit lang war Ruhe. Jetzt geht das wieder los.“ Warum war Ruhe? „Die haben jetzt Familie. Da wird man ruhiger.“