Der Himmel über München-Giesing wölbt sich in einem Blau, das so hell schimmert, dass es beinahe blendet. Es ist das Blau der Tagträume und der Sehnsucht, ein leichtes, unbeschwertes Lichtblau, durchzogen von ein bisschen Weiß, der Himmel auf Erden. Das ist das Blau der Münchner Löwen. Maximilian Osterholzer aus Regensburg trägt es als Schal um den Hals und steigt um 8:44 Uhr in den Zug nach München. Erich Bittner setzt den weißblauen Stahlhelm auf und wuchtet seine Trommel in die S-Bahn, die ihn vom Ammersee an den Ort seiner Träume kutschieren wird. Martin Reznicek aus Toblach im Hochpustertal streift es sich über und setzt sich in aller Herrgottsfrüh zu Walter Lercher ins Auto. Robert und Alice Völtl sperren in Blau ihren Trepperlwirt auf. Und wenn das erste Bumm von Helmis Basstrommel aus dem Fußballstadion zum Augustiner Stüberl in der Tegernseer Landstraße hinübertönt, wissen sie, dass die Welt in Ordnung ist.