Es hassen so viele. Sie rasen mit einem Lkw in eine friedliche Menschenmenge in Berlin und töten. Sie verbreiten bösartige Parolen wie die des AfDlers Marcus Pretzell: „Es sind Merkels Tote“. Sie hetzen im Netz gegen Ausländer und Andersartige. Sie zünden Flüchtlingsheime an. Schreiben verleumdende E-Mails an Politiker. Zeigen Journalisten den Stinkefinger. Ätzen irgendetwas von „Lügenpresse“ und verbreiten selbst Falschmeldungen. Sie beleidigen, verletzen, keifen und morden. Egal, ob durch Populisten angestachelt oder durch IS-Ideologen radikalisiert: Ihre Ressentiments und Verbrechen richten sich gegen alle, die nicht in ihr Weltbild passen – in Wort, Text und in der Tat. Jeder, der eine andere Herkunft, ein anderes Aussehen, eine andere Meinung hat als sie; jeder, der die Freiheit offen auslebt, ist ihnen als Opfer recht. Von Nizza bis Würzburg. Von Ansbach bis Istanbul. Es hassen zu viele.