Zu Beginn ein paar Fakten. Vergleicht man den durchschnittlichen Bruttolohn von Frauen mit dem von Männern, kommt seit mehr als 20 Jahren immer das Gleiche raus: Frauen verdienen um ein Fünftel weniger. Umgerechnet auf ein Arbeitsjahr bedeutet das: Bis zum Montag, 18. März, arbeiten Frauen in Deutschland umsonst, während Männer seit Jahresbeginn verdienen. Es gibt Gründe, die das erklären (was aber nicht heißt, dass es gute Gründe sind). Der Markt gibt in den weiblich dominierten Branchen weniger her. Frauen arbeiten mehr in Teilzeit. Ihre Biografie weist Erwerbslücken auf, weil sie wegen der Kindererziehung pausieren. Dadurch fehlt ihnen Berufserfahrung, die sich in Heller und Pfennig auszahlt und auf die sich Karrieren aufbauen lassen. Ihre Netzwerke sind noch nicht so gut ausgeprägt. Es fehlt an Vorbildern, während das Rollenmodell der sorgenden Mutter und Frau an der Seite des Mannes immer noch nicht ausgedient hat.