Im Schutz der Dunkelheit suchen sie nach Opfern. Nach jenen, die arglos in den Betten schlummern. Untertags lauern sie im Verborgenen, doch des Nachts beginnt ihr Beutezug. Wie Vampire laben sie sich am Blut des Menschen, still und unbemerkt – und zwar schon seit Jahrtausenden. Die Bewohner einiger Balkanregionen sollen sich zum Schutz vor den mythischen Nachtgestalten ja einst Knoblauch an ihre Betten gehängt haben. Heute streuen sie dagegen Bohnenblätter rund um ihre Schlafstätten. Auch die sollen schützen. Allerdings nicht vor Vampiren, sondern vor nahezu ebenso grausigen Kreaturen. Mit den einfachen Mitteln der Natur wollen sich die Menschen dort Bettwanzen vom Leib halten. Denn die sind nach jahrelanger Absenz wieder auf weltweitem Vormarsch. Und sie sind stärker denn je.