Bis vor kurzem war an der Steinernen Brücke ein Kunstwerk zu sehen: Buchstaben aus dem kyrillischen und dem lateinischen Alphabet, auf den ersten Blick wahllos zusammengestellt. Doch das Werk „In common“ von Ivan Moudov macht deutlich, wie viel die beiden Sprachen gemeinsam haben, die doch so unterschiedlich sind. Das Deutsche teilt mit dem Russischen elf Buchstaben – eine gute Basis, immerhin ein Drittel des russischen Alphabets. Wenn wir schon Buchstaben teilen, sollten doch auch Gespräche möglich sein. In letzter Zeit werden die aber immer schwieriger. Russland ist uns fremd geworden, wir haben uns nichts mehr zu sagen als Floskeln. Was ist da nur passiert?