Die Halle bebt, die Stahlträger zittern, der Betonboden vibriert. Es duftet nach Holz. „Jetzt wird’s laut!“ warnt Marketing-Manager Simon Mühlhäuser: „Hier Ohropax! Isch bessr!“ Hinauf geht es über steile Stahltreppen Richtung Hallenhimmel. „Passen’s auf! Isch extrem hoch hier!“ In der Tiefe wälzt sich eine lärmende Hölle aus Holz in Richtung eines gewaltigen Stahlzylinders. Eine archaisch anmutende Arbeitswelt: Baumstämme donnern gegeneinander, bäumen sich auf, bis die Entrindungstrommel sie verschlingt. Es knirscht und knackt, es bricht und knistert. Dann spuckt das rotierende Ungetüm die skalpierten Stämme aus – und die nächste Monster-Maschine liegt schon auf der Lauer: Angetrieben von einer Art Panzerkette zermahlt ein riesiger Schleifstein das entrindete Holz zu einem grauen, blubbernden Brei. Simon Mühlhäuser grinst herüber. „Koin Arbeitsplatz für empfindliche Gemüter!“