Kurz vor seinem hundertsten Todestag 1998 nahm die Fontane-Rezeption so richtig Fahrt auf. 1997 wurde die große Edition seiner Werke, Schriften und Briefe im Hanser Verlag abgeschlossen – insgesamt 34 Bände. Seit 2010 erscheint die noch voluminösere Große Brandenburger Ausgabe.

Es kam aber nicht nur Schönes ans Tageslicht; scheinbar zumindest. Denn nach Durchsicht vor allem der späten Briefe stellte sich manchen die Frage, ob denn Fontane ein Antisemit gewesen sei. Und einmal hellhörig geworden, glaubte man auch in seinen Romanen verdächtige Stellen zu finden.