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Was auch nach 30 Jahren nicht verblasst

Die Wende im Leben: Edith Schieck aus Abensberg und Steffen Uhlig aus Hagelstadt erinnern sich an die DDR.

Es ist wie auf Polaroids, deren Farben mehr und mehr verwaschen, doch bestimmte Konturen bleiben. Sie haben sich eingeprägt in die Leben, die in der DDR begannen und sich nach der Wende neu orientierten. Bei Edith Schieck aus Schwaighausen bei Abensberg ist es diese Angst, die unterschwellig immer da ist und manchmal auflodert wie eine Flamme im Luftzug. Pass auf, was du sagst. Pass auf, was du schreibst. Die heute 77-Jährige ist in Thum im Erzgebirge aufgewachsen. 1984 lässt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern die DDR hinter sich. Vor acht Jahren hat sie ein Buch mit ihren Erinnerungen veröffentlicht. Bei der ersten Lesung im ehemaligen Osten, in Annaberg, sagt eine Bekannte von früher zu ihr: „Du sollst die DDR nicht ganz so schlecht machen.“ Da ist sie wieder, diese Angst, nicht offen reden zu dürfen. Manche Leute von früher, die das Sagen hatten, gibt es ja noch. „Ich war wie zurückgebeamt.“

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