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Des Kaisers verlorene Welten

Karl V. war der erste moderne Herrscher – und sein Regensburger Sohn rettete Europa.

Gustav Mahler hat Friedrich Rückerts Gedicht „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ vertont, das als melancholisches Motto vor allem über den letzten Lebens- und Regierungsjahren Karl V. stehen könnte. Karl, der König, in dessen Reich die Sonne nicht unterging (so seine Selbstbeschreibung schon 1530) war zu dem Kaiser geworden, „dem die Welt zerbrach“ (Heinz Schilling in seiner exzellenten Biografie, bei C.H. Beck). So sehr, dass er schließlich zum Entsetzen vieler abdankte und sich in sein Landhaus beim Hieronymiten-Kloster Yuste zurückzog. Im Bestreben, nicht mehr die Friedensordnung Europas, ja der ganzen Welt zu wahren, sondern das Heil seiner eigenen Seele.

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