FluchtMZ-Plus

Der Stein der Erinnerung

Als Andrej die Heimat in der Ukraine verließ, nahm er den Stein mit. Mutter Svetlana erzählt, wie sie nach Regensburg kamen.

Es war kalt, unter null Grad. Eine dünne Eisschicht bedeckte den Boden. Von fern hörte man die Einschläge donnern. Flugzeuglärm dröhnte, Bomben detonierten. Kommen sie näher? Hastig packten Svetlana Kotova, ihre Schwester Tatjana, ihr Sohn Andrej (16) und ihr Mann Alexander das Wichtigste zusammen. Pässe, Dokumente, warme Kleidung, Medikamente, Wechselwäsche und Windeln für den schwer behinderten Anton, 17 Jahre alt, und für die von einem Schlaganfall gezeichnete Großmutter, die im Rollstuhl sitzt. Lubov Kadura ist 1933 geboren. Sie überstand den 2. Weltkrieg, erlebte die Sowjetunion, und dann die Unabhängigkeit der Ukraine. Und jetzt, am Ende ihres Lebens, riss der sinnlose, zerstörerische Krieg Putins die alte Frau aus ihrer Heimat.

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