9/11MZ-Plus

Der Schatten der Türme

Ein Jahr vor den Anschlägen vom 11. September 2001 fotografierte die Regensburger Künstlerin Maria Maier die Twin Towers in New York. Ihr Werk steht jetzt in München im Zentrum des Gedenkens.

An einem spätsommerwarmen Septembervormittag vor 21 Jahren legt sich Maria Maier am Fuß der Zwillingstürme an der Südspitze Manhattans auf den Boden. Der Blick der Regensburgerin gleitet wie auf Schienen die Stahlpfeilern hoch, die sich nach oben in schwindelnder Höhe perspektivisch verjüngen. 59 auf jeder Seite, 236 an jedem Turm. Es heißt, weil der Architekt Minoru Yamasaki unter Höhenangst litt, plante er schmale Fenster, unter einen halben Meter breit. Nicht mal ein Drittel der Fassade besteht aus Fensterfläche. Wie stark vertikal akzentuierte Gitter umfassen die Pfeiler die beiden Türme. Und halten sie. Anders als bei vielen Hochhäusern haben die Außenseiten eine tragende Funktion. Maria Maier nimmt ihre Kamera und folgt mit der Linse den charakteristischen Streben. Oben gibt es an diesem Tag keine Wolken zum Kratzen. Der Himmel ist stahlblau. Der Auslöser der Spiegelreflexkamera klickt und klickt.

Mehr Regionales. Mehr Fakten.
Mehr Hintergrund.

Mit M-Plus erleben Sie die ganze digitale Vielfalt Ihres Medienhauses.

Ich bin bereits Online-Abonnent

Passwort vergessen?

Hinweis: Bitte schützen Sie Ihr Konto auf öffentlichen Geräten, indem Sie sich nach der Nutzung im Profil-Bereich abmelden.

Teilen