Es ist stickig, schwül, heiß. Im Innenraum des Labors, an dem auf der großen Eisentüre im Eingangsbereich „Biogents“ prangt, herrscht tropisches Klima. Fenster zum Lüften gibt es keine. Sergej Sperling, braune Haare, Bart, Brille, kämpft sich durch weiße, feinmaschige Netze. Wie Sicherheitsgitter im Gefängnis hängen diese in ein paar Metern Abstand voneinander von den Decken und versperren den Ausgang. Schließlich darf niemand der rund 20 000 Insassen nach draußen gelangen. Die Rede ist von Mücken.