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Das verdrängte Ende

Nur weil alles einmal aufhört, fängt es überhaupt an, spannend zu sein. Dabei können wir uns das Ende genauso wenig vorstellen wie die Unendlichkeit.

Beginnen wir mit einem Schluss. „Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen“ – so beendete der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki die Sendungen des Literarischen Quartetts, in denen Bücher verrissen oder bejubelt wurden. Das Zitat stammt aus Bertolt Brechts Theaterstück „Der gute Mensch von Sezuan“, in dem der Autor am Ende „enttäuscht“ zugibt, unfähig zu sein, selbst einen zufriedenstellenden Schluss zu finden, und daher das Publikum quasi auffordert: „Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss! Es muss ein guter da sein, muss, muss, muss!“

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