Illu Mar Sper Cropped

nr. sieben: Weihnachten 2018

Im Bauch der Erde

Ein neun Kilometer tiefer Nadelstich in die Haut unseres Planeten: In Windischeschenbach saugen Wissenschaftler bis heute Daten aus dem tiefen Loch. Sogar die Stimme der Steine kann man dort hören.

Klack! Klack Klack Klack. Klack! Das Geräusch klingt wie kräftiges Zungenschnalzen, wie das Tackern eines Geigerzählers oder wie eine Walnuss, die zwischen Zangenbacken nachgibt. Die abgehackten Seufzer stammen aber von Steinen, die der größte Landbohrturm der Welt aus grau-beiger Vorzeit in die Gegenwart geholt hat. Gestochen klar hallt das Klack! durch das Museum in Windischeschenbach.

Unten in der Erde, in bis zu neun Kilometern Tiefe, und im Bohrkern war das Gestein unter maximalem Druck eingespannt. Als es oben aus seinem Metallkorsett geschält wird, entspannt es sich ein bisschen, dehnt sich, bekommt kleine Risse und klackert laut. Die Stimme der Steine, als Ton-Dokument aufgezeichnet, können Besucher des Geo-Zentrums an einer Hörstation abrufen.

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