Die Zahlen steigen. Zehn, elf, zwölf. Im Aufzug riecht es nach frischer Wäsche. Vierzehnter Stock, höher geht es nicht. Eine Treppe führt auf die Terrasse des Wohnhochhauses an der Johann-Fichte-Straße zwischen Leopoldstraße und Ungererbad. Von dort oben sieht man die Frauenkirche und den Olympiaturm, bei klarem Himmel sogar die Alpen. Schwabing liegt einem zu Füßen, wie ein Spielteppich. Mächtig fühlt sich das an. Fast so, als könnte man die Autos auf den Straßen selbst hin- und herschieben. Menschen sind schwer zu erkennen, stecknadelgroß. Warum sie es wohl so eilig haben? Ihre Hast, ihre Sorgen verlieren an Bedeutung, wenn man ganz oben ist. Mit dem Kopf fast in den Wolken wird die Perspektive weiter, scheinbar grenzenlos.