Da standen sie nun inmitten des täglichen Familienwahnsinns. Die drei Kinder in der Pubertät. Der Job, der viel abverlangt, der Haushalt, der gemacht werden muss. Es war stressig, doch alles lief. Zumindest dachte er das. Denn eigentlich lief längst nichts mehr. Er und seine Frau waren Eltern, aber als Paar hatten sie sich aus den Augen verloren. „Wenn ich nichts mehr an dir zu kritisieren habe, dann solltest du dir Sorgen machen“, hatte sie oft gesagt. Jetzt saß der Mann in der Praxis von Paar- und Familientherapeutin Eva Tillmetz in Regensburg. Er hatte das warnende Signal überhört. Und als er nichts mehr hörte, war es zu spät, um noch etwas zu retten. Jetzt ging es nur noch darum, ein gutes Ende zu finden.