Roman Mazurenko starb im November 2015. Der junge Russe wurde 34 Jahre alt. Ein Auto erfasste ihn, als er in Moskau eine Straße überquerte. Er kam ins Krankenhaus. Und überlebte nicht.

So klar und knapp diese Sätze auch sind – die Menschen, die Roman am nächsten standen, konnten sie nicht verstehen. Eugenia Kuyda, Romans beste Freundin, wollte sie auch nicht verstehen. Sie hatte Fragen, die sie Roman noch stellen wollte. Dinge, die sie ihm sagen wollte. Kuyda ist Programmiererin. Sie hatte Erfahrung darin, Systeme zu entwickeln, die dem Menschen Fragen beantworten. Welches Restaurant am Abend freie Plätze hat, zum Beispiel. Warum also nicht ein System programmieren, das Fragen zu Roman beantwortet? Besser noch: Roman selbst antworten lassen.