Zwischen Neuanfang und Ende steht manchmal nur eine Sichtschutzwand. Neben dem Bett am Fenster spricht ein Arzt mit Angehörigen. Man kann in ihren Gesichtern lesen, dass es keine guten Nachrichten sind. Tränen fließen inmitten dieser technisch ausgestatteten Umgebung. Maschinen, Schläuche, Kabel, Monitore. Vor dem Zimmer steht ein Gerät, eine mobile Niere. In anderen Zimmern pumpen Beatmungsmaschinen. Hier, im Untergeschoss des Uniklinikums Regensburg zeigt sich, was moderne Medizin leisten kann. „Nie war es anspruchsvoller, herauszufinden, wann ein Leben sich dem Ende zuneigt“, sagt Prof. Dr. Thomas Bein, Anästhesist und Leiter der Station 90 für Operative Intensivmedizin. Tausende Gespräche an der Schwelle zwischen Leben und Tod hat er geführt. Vor zwei Jahren rückte das Thema in seinem eigenen Leben ganz nah. Seitdem hat er sich verändert. Auch in seinem Beruf, sagt er.