Die Frage nach dem Anfang lässt ihn nicht los. Soeben ist er vom Osterspaziergang heimgekommen. Nach einer Nacht voll düsterer Gedanken hat er das bunte Treiben der Menschen beobachtet, die in die Frühlingsnatur aufbrechen: „Jeder sonnt sich heut so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden…“ Mit neuem Lebensmut setzt er sich in seine gotische Studierstube. Doch sein begieriger Wissensdurst holt ihn schnell wieder ein. „Wir sehnen uns nach Offenbarung, die nirgends würd’ger und schöner brennt als in dem Neuen Testament.“ Er macht sich daran, die Heilige Schrift, in griechischer Umgangssprache verfasst, mit Einsprengsel aus dem Aramäischen, der Muttersprache Jesu, ins Deutsche zu übertragen. Dr. Johannes Faust will es wissen. Er will nichts weniger als die Quelle des Lebens erkunden.