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Wo ihre Musik spielt

Yudania Gomez und Lauren Avila aus Kuba studieren in Regensburg Kirchenmusik und bereichern die Stadt.

Das ist die Geschichte von zwei Kubanerinnen, beide 24, in der zwei Männergesangsvereine vorkommen, eine Oper, ein Theaterstück, viele Instrumente, alte Musik, eine Regensburger Hochschule – und zwei Revolutionen. Und wenn nächstes Jahr der Regensburger Teil der Geschichte vorbei sein wird, dann handelt sie auch von einem Verlust.

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Lauren Avila (links) und Yudania Gomez Foto: Sabine Franzl

Begonnen hat sie, lange bevor Yudania Gomez in Santa Clara und Lauren Avila in Havanna auf die Welt kamen. Che Guevara und Fidel Castro saßen 1961 nach einer Partie Golf auf der Terrasse des Country Club Park im Westen Havannas bei einem Drink zusammen und fragten sich, wie ein elitärer Club, dessen Mitglieder nach der Revolution 1959 geflohen waren, denn in ihre Zukunftsvision passen könnte. Er passte freilich nicht. Che Guevara schlug vor, hier stattdessen eine kostenlose nationale Kunstschule hinzustellen. Es ging um nicht weniger als eine Utopie: den Aufbau einer neuen Kultur für den neuen Menschen. Die Architektur der Nationalen Kunstschule ENA – Escuelas Nacionales de Arte – symbolisiert in ihren geschwungenen und wuchernden Formen revolutionären Freigeist. 2010 wurde der nur zum Teil fertiggestellte und genutzte Komplex als Nationales Monument anerkannt, der Welterbe-Status wird geprüft.

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