Manchmal ist es besser, nicht so viel zu denken. 15 Stufen abwärts, dazwischen ein breiter Absatz. Es geht etwa drei Meter runter und mindestens fünf Meter weit. Eine Bierflasche markiert den Absprung. Chris Pfanner (32) rennt los, wirft das Board vor sich auf den Boden, springt drauf. Die Rollen klackern über die Betonplatten. Aus manchen Fugen sprießt Gras. Es ist Tag drei in Split und der Sprung ist noch nicht im Kasten. Nur Stürze und immer wieder: „Fuck!“ Chris hat eine Münze geworfen: dreimal nein. Er hat ein mulmiges Gefühl. Trotzdem läuft er jetzt an. Warum? Weil. Die milde Abendsonne wirft einen langen Schatten hinter den Profi-Skateboarder. Klack-klack, klack-klack. Er geht in die Hocke. Der rechte Fuß steht vorn quer über dem Truck, der linke lauert auf dem kurzen, nach oben geknickten Tail auf den richtigen Moment.