Sein Weg zur Arbeit schlängelt sich den Berg hinauf durchs Dorf und endet gleich hinterm Ortskern vor der Kommandantur aus Granit. Es ist der Stein, aus dem Flossenbürg geschnitzt ist. Ein rauer, körniger Stein, in frischem Zustand gelb- oder bläulich-grau schimmernd, später dunkel verwitternd. Germania wollten die Nationalsozialisten daraus errichten, in Brücken und Straßen verbauten sie ihn. KZ-Häftlinge schufteten dafür unter barbarischen Bedingungen im örtlichen Steinbruch. Ein lukratives Geschäft, das die SS hier 1938-1945 betrieb, ein Geschäft mit Steinen – und dem Tod. Der Ort kann nichts dafür.