Wind von Ost, Startbahn 09. Gutmütig brummen die Motoren. Sie wankt wie ein Matrose auf See und hoppelt, die Flügel weit gespannt, zur Startbahn. Dann gibt sie Gas, hebt ab und fliegt, erstaunlich leichtfüßig. Lothar Mai (65), Leiter des Flugplatzes Straubing-Wallmühle, schaut ihr durchs Fernrohr nach und lächelt. „Das ist unsere Luftkuh“, sagt er. Auf dem Boden wirkt der Motorsegler, ein Zwitter aus Segelflugzeug und Motorflieger, unbeholfen wie ein Albatros bei der Landung. Aber in der Luft bewegt er sich elegant wie ein Falke.