Mit einem leisen Pffft senkt sich der Fahrersessel unter Erwin Kammerl. Wahrscheinlich ist das der einzige Luxus an seinem Arbeitsplatz: ein luftgefederter Sitz, der jeden Stoß, jede Bodenwelle absorbieren kann – wenn da so was wäre. Erwin Kammerl dreht den Zündschlüssel und die Zamboni meldet sich gutmütig brummelnd zum Dienst. Eine Hand am Steuer, die andere an einem der vielen Knüppel rangiert der Eismeister seine Maschine mit der lässigen Eleganz jahrzehntelanger Routine aufs Eis. Erst in die Mitte hinein, dann nach rechts, zweimal außenrum, längs durch die Mitte und von da in sich verlagernden Bahnen rundherum. „So hab’ ich das von meinem Vorgänger gelernt“, sagt er. Das war 1988.