Diese Art, wie sie manchmal leicht das Kinn vorschiebt, entschlossen, bisweilen garniert mit einem ausgeprägten Lächeln, aber vor allem bestimmt. Von da an gibt es kein Zurück mehr. Ursula Gaisa springt immer wieder ins kalte Wasser. Nicht, weil es ihr dort so gut gefällt, nein. Sie ist – das sagt sie selbst – eigentlich schüchtern. „Dich darf man ja nicht mal schief anschauen, schon weinst du“, dieser Satz ihrer Mutter prägte schon ihre Kindheit. Eine introvertierte Person, die regelmäßig ihr empfindliches Ich auf dem unsicheren Terrain einer Bühne, einer Casting-Show, einer digitalen Öffentlichkeit ausprobiert. Warum macht sie das?