Das Rennrad gehörte ihm nicht. Wer in der DDR Talent hatte, bekam ein Leihrad. Wer aussortiert wurde, musste es wieder hergeben. Einmal sollten sie mit geputztem Gefährt zum Training antreten. Und wie er geputzt hat, bis das Chrom glänzte, Kette und Ritzel funkelten. Der Vater hat dann noch geölt, das war ein Fehler. Nach fünf Kilometern blitzte nichts mehr. Schwarze Schmiere überzog Kette und Streben. Trainer Donnerhans fuhr mit dem Finger drüber und schüttelte den Kopf. Es gab keinen Punkt, sondern einen Anpfiff. Und der Bub heulte.