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Der Nomade in ihm

Uwe Zimmermann aus Rohrdorf bei Pielenhofen hat Pfeil und Bogen zu seinem Lebensinhalt gemacht.

Als Uwe Zimmermann vor drei Jahren unweit des Syptas-Passes in Kirgisistan auf einem Steinhaufen seinen Bogen spannte, den linken Arm gestreckt, die rechte Hand an Mundwinkel und Wange ankernd, dann die Sehne mit einem leisen Ploppen über den silbernen Daumenring schnappen ließ und den befiederten Pfeil in die Weite der Landschaft hinausschickte, dachte er an die Krieger Tamerlans. Der Legende nach hatten sie Steine auf Geheiß ihres Führers hier aufgeschichtet, bevor sie in die Schlacht zogen. Das war Ende des 14. Jahrhunderts. Bei ihrer Rückkehr nahm jeder wieder einen Stein weg. Der verbliebene Berg, das waren die gefallenen Kameraden. Je einen Pfeil nach Norden und Süden, Osten und Westen verschoss Zimmermann zu Ehren der toten Seelen, die ihm auf seltsame Weise auch verwandt vorkamen.

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