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Der Mann vor Ort

Thomas Madl hütet Europas empfindlichste Stelle und versorgt Bischofsreut mit frischen Waren.

Seit Thomas Madl denken kann ist sie da, unweit von Bischofsreut auf dem Sulzberg, mitten im Leopoldsreuter Wald: die „Radarstelle“ – „so heißt die bei uns“. Sie liegt auf einem Buckel aus Granit und Gneis im hintersten Bayerischen Wald, ganz nahe der tschechischen Grenze, wo zu Zeiten des Kalten Krieges das Vieh am Stromzaun verglüht ist, wenn es dem Eisernen Vorhang zu nah gekommen ist. Früher hat das West-Militär von hier aus seine Fühler in den Ostblock ausgestreckt. Heute reagieren Sensoren im steinigen Grund rund um die Messstation, wenn es irgendwo auf der Welt gewaltig scheppert. Kim Jong Un zum Beispiel kann im 8000 Kilometer fernen Nordkorea keine Atombombe heimlich testen. Geht eine hoch, schlagen die Seismographen am Sulzberg aus.

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