Johannes Schuster öffnet die Tür seiner Klause. Der Eremit trägt eine dunkelblaue Hose, außen darüber ein schlichtes, kragenloses weißes Hemd und eine Strickjacke. Auf seiner Brust baumelt ein Kreuz an einer Schnur. Ein dichter grauer Schnauzbart bedeckt die Oberlippe und die Augen blicken ernst hinter der randlosen Brille. In seinem früheren Leben hat er Leprakranke versorgt. Er hat mit den Händen, die er ineinander legt, sobald sie nichts zu tun haben, verstümmelte Finger behandelt und verhungernde Kinder gefüttert. Er hat gesehen, was Menschen anderen Menschen antun können: 170 Tote erlebte er an einem Tag in einem Lager an der kambodschanisch-thailändischen Grenze. Die Welt da draußen ist auch heute noch nicht viel besser.