Es ist früh am Morgen, das Radio läuft. Die glatte, geschulte Stimme der Nachrichtensprecherin berichtet von Flüchtlingen, die im griechischen Idomeni an der Grenze zu Mazedonien festsitzen. Dann ein O-Ton. Heisere Männerrufe, verzweifelte Frauenstimmen. Joséphine Bonduka bittet ihre Mutter, das Radio leiser zu machen. Sie mag keine Nachrichten mehr hören, seit sie Menschen kennt, die tatsächlich erleben, was da mit professioneller Mediendistanz berichtet wird.