Es ist der 8. Februar 1993. Ein Montag. Der Winterschlussverkauf läuft. In der Grenzstadt Furth im Wald hat Schuhhändler Karl Perlinger die Auslage seines Geschäftes in der Bahnhofstraße entsprechend dekoriert. „Zugreifen“ steht über dem Wühltisch, den er mit Winterstiefeln befüllt und vor dem Laden aufgestellt hat.

Gegen 9.30 Uhr stöbert darin eine Kundin, als ihr ein Mann auffällt, der hastig das Geschäft verlässt. An seinem halbhohen Winterstiefel ist ein Stück Fellbesatz abgerissen. Der Unbekannte, etwa Mitte 40 und kräftig gebaut, überquert die Straße in der Nähe des Bahnhofs und drehte sich immer wieder um. Als sie weitergeht, verschwindet auch er. Eine seltsame Begegnung, der die Frau erst später Bedeutung beimisst. Als sie erfährt, dass nur wenige Meter weiter ein Mord geschehen ist. Karl Perlinger, dem 41-Jährige Inhaber des Schuhgeschäftes, wurde die Kehle durchgeschnitten.