Manche der Namen, die sich die Menschen für den Feldsalat ausgedacht haben, kann man sich direkt auf der Zunge zergehen lassen: Mäuseöhrchen und Hasenöhrchen, Nüsschen, Rawinzchen, Schoofsmeiala, Döchderle, Sunnewirbeli, Ritscherli und Vogerlsalat – um nur ein paar zu nennen. Klingt fast, als ob man seinem Lieblingsgrünzeug Kosenamen gegeben hätte.

Es ist tatsächlich eine uralte Liebe, die hier zum Ausdruck kommt. Wahrscheinlich haben bereits die Menschen in der Jungsteinzeit die feinen Blättchen gepflückt. Und als sie mit den Ackerbau begannen, wucherte der Feldsalat bald wild zwischen dem Getreide auf den Feldern. Vertilgt wurde dieses Unkraut auf besonders umweltfreundliche Art: Es landete auf dem Esstisch.