Nicht nur in der Politik gibt es Opfer von Fake News, sondern auch unter jungem Gemüse. Eine Falschmeldung aus dem Jahr 1890 hat das Ansehen des Spinats ramponiert: 100 g enthielten sagenhafte 35 mg Eisen, behauptete der Schweizer Wissenschaftler Gustav von Bunge. Was auch stimmt – aber nur in getrocknetem Zustand; bei frischem Spinat sind es lediglich 3,5 mg. Doch die Legende war nun mal in der Welt und der Spinat wurde zum Feindbild unzähliger Kinder, deren Eltern ihnen Mengen von dem Grünzeug vorsetzten. Weder die Richtigstellung des Fehlers, noch der Blubb oder Popeyes starke Unterarme konnten daran etwas ändern: Spinat galt als viel zu gesund, um cool zu sein. Und hatte damit ein Imageproblem.