Interaktiv

Woher kommen die Regensburger?

Wie viele Menschen sind zwischen 2010 und 2015 nach Regensburg gezogen? Und wo kamen sie her? Unsere interaktive Karte verrät es.

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Regensburg ist jung und bunt. Jedes Semester studieren 32.000 junge Menschen in der Stadt. Zusätzlich holen Firmen wie Continental und Infineon Angestellte aus ihren Standorten nach Regensburg. Dies verändert stetig die Mischung der Menschen in der Stadt. Aber woher kommen die Regensburger eigentlich?  

Erstmals soll diese Frage mit Hilfe von Statistiken detailliert beantwortet werden. Die Daten hierzu stammen vom bayerischen Landesamt für Statistik, wurden anschließend von uns aufbereitet und die oben bedienbare Karte eingepflegt. Auch alle nachfolgenden Grafiken basieren auf dieser Datengrundlage.

Grundsätzlich wird dabei deutlich, dass die Zahl der Zuzüge insgesamt in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Zogen im Jahr 2010 noch insgesamt 10.347 Personen nach Regensburg, so waren es 2015 schon 13.867. Auch deckt die Untersuchung auf, dass 59,8 Prozent aller Neuzuzüge direkt aus Bayern, 17,04 Prozent aus anderen Bundesländern und 23,16 Prozent aus dem Rest der Welt stammten.

So funktioniert die Karte

In das Suchfeld "Suchen Sie nach Ihrer Stadt" können einfach die Stadt eingeben, die Sie finden möchte. Daraufhin werden Ihnen fünf mögliche Vorschläge gemacht, von denen Sie einen auswählen können. Die Karte springt dann automatisch zu der von Ihnen eingegeben Stadt. Beispielstädte, wie Berlin und Köln, werden initial angezeigt.

Jeder Kreis steht für eine Stadt und seine Größe stellvertretend für die Zahl von Leuten, die von dort nach Regensburg gezogen sind. Sie müssen nicht zwingend nach einer Stadt suchen. Sie können auch einfach den entsprechenden Kreis anklicken.

Wird eine Stadt gesucht oder wurde diese über die Karte angewählt, dann findet sich direkt unter dem Suchfeld die Gesamtzahl an Umzügen aus dieser Stadt nach Regensburg. Links unten befindet sich ein Button, der eine Statistik mit dem zeitlichen Verlauf der Zugezogenen-Zahl zeigt. Der rechte Button lässt Sie die Stadt samt Ergebnis auf ihren Social Media Kanälen teilen.

Zuzüge aus Bayern nach Regensburg

Im Vergleich mit anderen Bundesländern kommen die meisten Personen aus Bayern und dort aus der Oberpfalz. Landkreise wie Schwandorf, Cham oder Neumarkt sind selbst im bundesweiten Vergleich die Spitzenreiter. Interessanterweise ist hier zu beobachten, dass die meisten registrierten Umzüge insgesamt der Landkreis Regensburg, mit Städten, Märkten und Gemeinden wie Hemau, Neutraubling oder Sinzing, zu verzeichnen hat.

Zuzüge aus anderen Bundesländern nach Regensburg

Betrachtet man nun alle restlichen 15 Bundesländer, so fällt Baden-Württemberg deutlich auf. Aus unserem Nachbarbundesland zogen in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 2904 neue Bürger in die Stadt. Getragen wird dieser Zuzug vor allem durch Städte wie Stuttgart – aber auch durch Städte in der Bodensee Region wie Ravensburg oder Konstanz. Aber nicht nur aus Baden-Württemberg sind viele in die Stadt gezogen, auch aus dem ganzen Ruhrgebiet, angeführt von Köln und Düsseldorf, haben Menschen ihren Lebensmittelpunkt geographisch nach Regensburg verlegt. Stadtstaaten wie Berlin, mit 830 Zuzügen, und Hamburg, mit 296, stechen mit hohen Zahlen hervor. 

Zuzüge aus andern Ländern nach Regensburg

Auch auf internationaler Ebene ist Regensburg breit aufgestellt. Es leben sowohl Menschen aus Frankreich, Italien oder Spanien, aber auch aus Russland, China oder der Türkei in Regensburg. Bemerkenswert ist aber, dass mit Abstand die Balkanstaaten mit Bulgarien, Ungarn und Rumänien die Statistik anführen. Vor allem überrascht das Ergebnis für Rumänien. Zogen 2013 noch 332 Menschen aus diesem Land nach Regensburg, waren es 2015 schon 672 - was einer Verdoppelung der Zahl der Zugezogenen entspricht. 

Datengrundlage

Die Datengrundlage, auf der unsere Visualisierungen basieren, können Sie sich hier herunterladen. Sollten Sie Anmerkungen oder Fehler, wie falsch platzierte Orte finden, freuen wir uns über Ihr Feedback per Mail an.

Dieses Projekt ist im Rahmen des "Google Newslab Fellowship 2017" entstanden. In Zusammenarbeit mit MZ-Redakteur Mario Geisenhanslüke hat der Autor und Entwickler des Projekts, Markus Guder, die Daten des Landesamts gesichtet, analysiert und visualisiert. Alle Informationen zu diesem Nachwuchsförderprogramm von Google finden Sie hier

Die Grundidee basiert auf einem Projekt des Interaktiv-Teams der Berliner Morgenpost mit dem Titel "Woher die Berliner wirklich kommen".

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