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Bayern in Zahlen

Wirtschaft, Schule oder Bierkonsum: Wie hat sich Bayern von 2005 bis heute entwickelt? Schätzen Sie selbst!

Bayern steht wirtschaftlich gut da. Immer mehr Menschen wollen im Freistaat leben und arbeiten. Das Bier gehört einfach zum bayerischen Lebensgefühl und wird immer mehr.

Das sind nur einige der gefühlten Wahrheiten über den Freistaat. Aber lassen sich diese  auch in den absoluten Zahlen wiederfinden? Und trauen Sie sich zu, diese richtig zu schätzen? 

Jetzt sind Sie gefragt: Halten Ihre Vorstellungen den Statistiken stand? Zeichen Sie ihre eigenen Entwicklungslinien und testen Sie diese gegen die echten Daten.

So funktioniert es

Auf Basis von Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik haben wir für Sie diese Infografiken zu verschiedenen Themen erstellt. Wie hat sich Bayern in den letzten Jahren entwickelt? Schätzen und malen sie selbst.

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Zeichnen 

Um selbst zu schätzen, können Sie eine orangene Linie malen, indem Sie mit der Maus auf den entsprechenden Punkt im Diagramm klicken oder bei Mobilgeräten mit dem Finger an die Stelle tippen. Diese Linie können Sie nachträglich noch verändern. Eine orangefarbene Zahl am rechten Rand des Diagramms zeigt Ihnen den Wert an. 

Ergebnis anzeigen

Falls Sie zufrieden mit ihrer Entwicklungslinie sind, klicken Sie auf den Button "Ergebnis anzeigen" und vergleichen Sie ihre Schätzung mit den Daten. Mit dem Button "Erneut versuchen" beginnen Sie erneut.

Erklärung

Die verwendeten Daten stammen vom Bayerischen Landesamt für Statistik. Die Idee beruht auf dem Artikel "You Draw It: What Got Better or Worse During Obama's Presidency" der New York Times. Die Visualisierung ist mit freundlicher Genehmigung angelehnt an den Code von Adam Pearce, Graphics Editor bei der New York Times, und wurde mit der JavaScript-Bibiliothek Data Driven Documents (d3.js, Version 4.10.0) vom Mike Bostock umgesetzt.

Brauereien in Bayern 2005 bis 2015

Nimmt die Zahl der Brauereien weiterhin ab?

Lange wurde das massive Brauereisterben in Deutschland, besonders in Bayern, von Konsumenten kaum wahrgenommen. Während es 1960 noch mehr als 1.500 Brauereien in Bayern gab, sind davon 2005 nur etwas mehr als ein Drittel übrig geblieben. Zwischen 2005 und 2013 verschwanden weitere 82 Brauereien und deren Biererzeugnisse aus den Regalen. 

Langsam scheint sich aber eine Kehrtwende abzuzeichen: Erstmal 2014 stieg die Zahl der Brauereien in Bayern um zwei auf 498 Brauerein an. Der Trend setzte sich 2015 mit fünf weiteren Brauereien fort. Als Grund wird häufig die zunehmende Beliebtheit von Craftbeer genannt. Davon profitieren momentan vor allem kleinere Brauereien, von denen es in Bayern besonders viele gibt. Die auf den Export und den Massenkonsum ausgerichteten Großbrauereien setzen weiterhin überwiegend auf das Reinheitsgebot und trauen sich nur langsam, neue Geschmacksrichtungen auszuprobieren.

Bruttoinlandsprodukt in Bayern 2005 bis 2015

Wie hat sich das BIP entwickelt?

Mit dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird der Wert aller Waren und Dienstleitungen erfasst, die innerhalb der Grenzen eines Landes von allen dort lebenden In- und Ausländern in einem Jahr erwirtschaftet werden. 

Nach Daten des Statistischen Bundesamtes betrug das saison- und kalenderbereinigte BIP Deutschlands im Vergleichszeitraum 2.297 Mrd. Euro (2005), 2.458 Mrd. Euro (2009) und 3.040 Mrd. Euro (2015). Bayern hatte einen Anteil am Gesamtbruttoinlandsprodukt von ungefähr 17% zwischen 2005 und 2009 sowie 18% im Jahr 2015.

Abgesehen von einem leichten Rückgang gegenüber den Vorgängerjahr in 2009 hat sich das BIP in Bayern jedes Jahr um 50 bis 100 Mrd. Euro gesteigert. 

Finanzierungssaldo in Bayern 2005 bis 2016

Sind die öffentlichen Ausgaben nach 2009 weiterhin höher als die Einnahmen?

Der Finanzierungssaldo berechnet sich laut Statistischem Bundesamt aus den öffentlichen Ausgaben und Einnahmen. Übersteigen die Einnahmen die Ausgaben, spricht man von einem Finanzierungsüberschuss, andernfalls von einem Finanzierungsdefizit. 

Anhand dieser Daten wird entschieden, ob ein öffentlicher Haushalt bei einem Defizit Ausgaben kürzen oder Kredite aufnehmen sollte oder bei einem Überschuss beispielsweise Schulden abbauen oder Investitionen tätigen kann. Zur Beurteilung der generellen Haushaltslage sollten allerdings die Finanzierungssalden über mehrere Jahre hinweg betrachtet werden.

Wie im Bund verzeichnet Bayern zwischen 2015 und 2016 einen leichten Rückgang des Finanzierungsüberschusses.

Zuzüge nach Bayern 2005 bis 2015

Ist Bayern attraktiver für Arbeitnehmer aus anderen Bundesländern und dem Ausland geworden?

Die Zuzüge umfassen diejenigen Personen, die mit Arbeitsvisa und gültigen Aufenthaltsgenehmigungen aus dem Ausland nach Bayern eingewandert sind - also weder illegal eingereisten Personen, noch Flüchtlinge oder sonstige Schutz- und Asylsuchende. Außerdem in die Daten eingeschlossen sind Deutsche, die aus anderen Bundesländern zugezogen sind.

Während die Zahlen zwischen 2005 und 2009 mit circa 120.000 Personen pro Jahr relativ gleich bleiben, ist ab 2010 ein Anstieg um rund 17.000 zusätzlichen Personen auf insgesamt 139.000 Personen in dem Jahr zu verzeichnen. In den Folgejahren bis 2014 kommen jeweils dreißig- bis vierzigtausen Personen mehr im Vergleich zu den Vorgängerjahren nach Bayern.

Fortzüge aus Bayern 2005 bis 2015

Hat die Zahl der Menschen, die Bayern verlassen, zugenommen?

Abgesehen von einem leichteren Rückgang 2009 und einem stärkeren Rückgang 2010 hat die Zahl der Personen, die Bayern verlassen, ebenfalls zugenommen. Den bisherigen Höhepunkt  erreichte die Abwanderung 2014 mit 190.000 Personen in dem Jahr. 2015 zogen 189.000 Menschen fort. Es sind also insgesamt mehr Personen aus dem Ausland nach Bayern zugewandert, als abgewandert.

In demselben Zeitraum sind mit jährlichen Werten zwischen 22.000 und 35.000 Personen mehr Deutsche aus Bayern aus- als eingewandert.

Schülerzahlen in den Schuljahren 2005/06 bis 2016/17

Wie haben sich die Schülerzahlen in Bayern entwickelt?

Die Gesamtzahl der Schüler in Bayern war in den Schuljahren 2005/06 bis 2016/17 mit je zehn- bis zwanzigtausend Schüler weniger pro Jahr leicht rückläufig. Gleichzeitig hat die Anzahl der Schulen in allen Schularten zugenommen: bei Gymnasien von 405 (2005/06) auf 429 (2016/17), bei Real- und Wirtschaftsschulen von 422 auf 451 und bei Grund-, Haupt- und Mittelschulen von 2870 auf 3309.

Nach Schulart aufgeteilt zeigen sich größere Unterschiede in der Entwicklung der Schülerzahlen: An den Grund-, Haupt- und Mittelschulen waren die Schülerzahlen lange rückläufig. Der Rückgang beträgt zwischen 2005/06 und 2015/16 rund 163.000 Schüler. Für das Schuljahr 2016/17 zeigt sich ein leichter Zuwachs von 9.000 Schülern gegenüber dem Vorgängerjahr. Dagegen steigen die Zahlen an Gymnasien jährlich bis 2010/11 und nehmen im Folgeschuljahr stark ab (32.000 Schülern weniger). Dieser Trend setzt sich abgeschwächt bis 2016/17 fort. Die Entwicklung der Schülerzahlen an den Real- und Wirtschaftsschulen ähnelt der Entwicklung an den Gymnasien.

Die 1,2 Mio. Schüler verteilten sich im Schuljahr 2016/17 zu 53% auf Grund-, Mittel- und Hauptschulen, zu 20% auf Real- und Wirtschaftsschulen und zu 27% auf Gymnasien.

Zahl der Lehrkräfte in den Schuljahren 2005/06 bis 2016/17

Wie hat sich die Zahl der bayerischen Lehrer in Voll- und Teilzeit verändert?

Die Zahl der Lehrkärfte an bayerischen Schulen schwankt zwischen 84.000 und 86.000 Lehrern im Schuljahr. Die Anzahl der Lehrer steigt bis 2009/10 leicht auf 86.000 Lehrer, geht in den folgenden beiden Schuljahren wieder auf 84.000 zurück, um dann wieder auf um 86.000 Lehrer zu steigen. Allerdings wird hier nicht zwischen Lehrkräften unterschieden, die in Voll- oder Teilzeit arbeiten.

Aufgeteilt nach Schularten folgt die Entwicklung der Lehrerzahlen an den Gymnasien der Gesamtentwicklung: Zwischen 2005/06 und 2016/17 sind jährlich 23.000 bis 26.000 Lehrer an Gymnasien angestellt. An den Real- und Wirtschaftsschulen nimmt die Zahl der Lehrer um jährlich 200 bis 500 Lehrer bis 2014/15 auf insgesamt 17.000 Lehrkräfte zu. In den beiden Folgeschuljahren nimmt sie leicht ab. An den Grund-, Haupt- und Mittelschulen nimmt die Zahl der Lehrkäfte entsprechend der Schülerzahlen bis 2012/13 von 46.000 auf 43.000 Lehrer ab. Ab dem Schuljahr 2013/14 nimmt die Zahl der Lehrer an Grund-, Haupt- und Mittelschulen wieder ganz leicht zu.

Von den 86.000 Lehrern des Schuljahres 2016/17 waren ca. 44.000 an Grund-, Haupt und Mittelschulen angestellt, ca. 16.000 an Real- und Wirtschaftsschulen sowie ca. 25.000 an Gymnasien.

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