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Klassiker mit Pfiff: Beeftatar asiatisch

Mit Algensalat und Misopaste zeigt das legendäre Steak Tatar ein ganz neues Gesicht.

Kaum ein anderer Klassiker der gehobenen Küche beschäftigt Philosophie, Psychologie, Literatur und Legende ähnlich wie das Beefsteak Tatar. Sowohl die Herkunft – angeblich haben Tataren das Fleisch unter ihren Sätteln weich geritten (was aber nicht stimmt) – als auch die rohe und weiche Konsistenz dieses pur fleischlichen Genusses inspirierte Autoren von Jules Verne bis Thomas Bernhard. Carl Zuckmayer widmet ihm im Gedicht „Das Essen“ diese zwei Zeilen: „Beefsteak tatare ist fast so stark an Gnaden / Wie ein am Grill gebratnes Lendenstück“. Der österreichische Autor Bernhard, der selbst gern Tatar bestellte, sah in ihm Zerstörung metaphorisch gespiegelt. Der französische Philosoph und Strukturalist Roland Barthes interpretierte rohes Steak – wie auch den Wein – als Herzstück des Seins.

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