In der dunklen Ecke der Schmiedewerkstatt lodert es hell. Kohle und Ruß machen die Luft schwer. Trotz der Hitze steht der Schmied Sepp dicht neben der Esse, der Feuerstelle. Er führt einen dünnen Eisenstab in die Flammen, dorthin, wo es lila-blau züngelt und die Glut tiefrot glimmt. Der 82-Jährige wartet bis das Metall weich genug ist. Dann wendet er sich dem Amboss zu und fängt an zu hämmern. Mit satten Schlägen trifft der Hammer auf das Eisen – so lange, bis aus dem runden Stab kantige, spitz zulaufende Nägel geworden sind. Der Schmied Sepp nimmt sich dafür alle Zeit der Welt. Er macht seine Arbeit nicht mit Eile. Es ist Hingabe.