Die Wärme lockte den Spargel dieses Jahr früh aus dem Boden. Die weißen Spitzen drückten sich Anfang April schon aus der sandigen Erde und spitzen neugierig nach draußen. Die grünen Stangen, die über der Erde wachsen, reckten sich mit ihren schuppigen Köpfen Richtung Sonne. Fast so, als wollten sie dem Frühling imponieren. Doch dann kam Mitte April die Kälte. Der Weiße zog den Kopf ein und wuchs kaum noch. Den Grünen erwischte es in seiner ganzen Pracht und er erfror. Jetzt liegen die Stangen braun und verrunzelt auf dem Feld in Elsendorf im südlichen Landkreis Kelheim herum. „Ich geh nicht aufs Feld. Ich müsste weinen, wenn ich das sehe“, sagt Elfriede König. Die 72-jährige Elsendorferin hat 40 Jahre Erfahrung im Spargelanbau. Sie weiß, dass das Wetter dem Spargel übel mitspielen kann. Aber mitanschauen kann sie es nicht.