nr. sieben

Wie sage ich’s dem Schulkind?

Die Sexualerziehung an Schulen wird 50 Jahre alt – doch darüber, was vermittelt wird, gibt es Streit.

Wenn Claudia Alkofer und Christina Weindler ihren Koffer auspacken, wird es interessant. Darin befinden sich eine Plüsch-Vagina samt Gebärmutter, stilisierte Holzpenisse, um das Kondomabrollen zu üben, und verschiedene andere Verhütungsmittel wie ein Diaphragma oder ein Vaginalring. Alkofer und Weindler sind Sozialpädagoginnen und arbeiten bei Pro Familia in Regensburg. Mit ihrem Koffer besuchen sie Schulen in der gesamten Region, um Fragen zu Liebe, Sexualität und Verhütung zu beantworten. Nach einer Einführung zum Thema Körperwissen werden die Klassen in Jungen und Mädchen getrennt. Jede Gruppe soll ganz offen Fragen stellen können – auch zu vermeintlich peinlichen Themen. Deshalb ist während des Besuchs der Sozialpädagoginnen ganz bewusst auch kein Lehrer im Klassenzimmer.

Viele Schulen setzen beim Aufklärungsunterricht auf externe Experten – etwa das Albrecht-Altdorfer-Gymnasium in Regensburg. Hier vermitteln in der achten Jahrgangsstufe zunächst die Fachlehrer die biologischen Grundlagen zum Thema Fortpflanzung, dann übernehmen die Referenten von Pro Familia den Aufklärungsteil. Man habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht, dass die Schüler von „neutralen“ Erwachsenen – also nicht den Eltern oder den Lehrern, die ja Noten vergeben – über „ein in diesem Alter sehr heikles Thema“ informiert würden, sagt Schulleiterin Dr. Claudia Blank.

68er und sexuelle Revolution -
Startschuss für die Sexualkunde

An einer Schule in Hannover klärt die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ Haupt- und Förderschüler unter anderem mit diesen Materialien auf. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Seit 50 Jahren hat die Sexualerziehung einen festen Platz in den Schulen der Bundesrepublik: Am 3. Oktober 1968 verabschiedete die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder „Empfehlungen zur Sexualerziehung in den Schulen“. Die sexuelle Revolution der 68er und die Einführung der Antibabypille wenige Jahre zuvor hatten die Gesellschaft tiefgreifend verändert. Darauf sollten die Schulen nun reagieren.

Die Empfehlungen seien ein „Meilenstein zur schulischen Sexualaufklärung“ gewesen, sagt Dr. Manuela Kiehne von der Abteilung Schulen der KMK. Die Sexualerziehung sei damit „erstmals von amtlicher Seite aus dem Zwielicht von Verdrängung und dem Ambiente der Lustfeindlichkeit geholt“ worden. Zudem stellten die Kultusminister damals klar, dass Sexualerziehung nicht nur Aufgabe der Eltern, sondern auch der Schule sei – und zwar fächerübergreifend. Die Eltern sollten aber im Vorfeld über die geplanten Themen informiert werden.

An diesen Grundsätzen hat sich seither nicht viel geändert – auch wenn die Empfehlungen von 1968 im Jahr 2002 aufgehoben wurden. Zu diesem Zeitpunkt war die Sexualerziehung längst in den Rahmenlehrplänen der 16 Bundesländer verankert, erläutert Kiehne. Was sich dagegen gewandelt hat, sind die Schwerpunkte des Aufklärungsunterrichts: Ging es noch vor 20, 30 Jahren hauptsächlich darum, frühe Schwangerschaften und eine Ansteckung mit Krankheiten wie HIV zu verhindern, werden heute auch Themen behandelt, die nahe an der Lebenswelt von Jugendlichen sind: Die ständige Präsenz von Sexualität in den Medien, Pornokonsum, fragwürdige Schönheitsideale, Prävention von sexuellem Missbrauch und – relativ neu – sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität.

1 Sexualkunde Pro Familia Christina Weindler
Christina Weindler von Pro Familia Foto: Knobloch

In der achten Klasse, die Claudia Alkofer und Christina Weindler besuchen, kichern die Mädchen, als die Plüschgenitalien durch die Reihen wandern. Während einige die Anschauungsmaterialien peinlich berührt mit spitzen Fingern weiterreichen, sind andere neugieriger: „Kann man die mal zusammenstecken?“, will eine Schülerin wissen. Den Expertinnen ist wichtig, dass alles freiwillig ist – niemand muss mitmachen, niemand muss sich äußern, wenn er oder sie das nicht will.

Alkofer und Weindler stellen sich bei jedem Klassenbesuch neu auf die Gruppe ein: „Was kommt von den Schülern selbst, was wollen sie wissen?“ Gerade zu Verhütungsmitteln wie Hormonstäbchen oder Spirale hätten die Schülerinnen oft ganz konkrete Fragen: „Wo kommt das hin? Wie wird das eingeführt?“ Ein anderes Mädchen will wissen, ob Alkofer eine Menstruationstasse dabei habe. Diese ist wiederverwendbar und daher umweltfreundlicher als Binden oder Tampons.

2 Sexualkunde Pro Familia Claudia Alkofer
Pro-Familia-Mitarbeiterin Claudia Alkofer Foto: Knobloch

Auch über das Thema sexuelle Vielfalt sind die Jugendlichen recht gut informiert und finden das mehrheitlich spannend. „Was Homosexualität ist, wissen Jugendliche, die heute hier aufwachsen – auch Flüchtlinge“, sagt Alkofer. Mit Wortkarten sprechen die Sozialpädagoginnen mit den Schülern über weitere Begriffe wie „asexuell“, „pansexuell“ oder „intersexuell“.

Dass immer mehr Bundesländer dieses Thema in die Lehrpläne integrieren wollen, stößt in konservativen Kreisen auf Widerstand. Als 2013 die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg plante, im neuen Bildungsplan das Thema Toleranz gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen zu verankern, kam es zu massiven Protesten. Eine Petition unter dem Motto „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterzeichneten 192 000 Menschen.

Die Sexualkunde ist 50 Jahre nach ihrer Einführung immer noch – oder sollte man besser sagen: wieder – ein heißes Eisen.

Auch das rechtskonservative Aktionsbündnis „Demo für alle“, das sich den Schutz von Ehe und Familie auf die Fahnen geschrieben hat, machte gegen den Bildungsplan mobil. Proteste gegen liberale Lehrpläne gab es in den folgenden Jahren auch in Hamburg, Hessen und Niedersachsen. Die Sexualkunde ist 50 Jahre nach ihrer Einführung immer noch – oder sollte man besser sagen: wieder – ein heißes Eisen.

In Bayern ist „Demo für alle“ ebenfalls aktiv. Im März 2016 hatte das bayerische Kultusministerium im Landtag eine Überarbeitung der von 2002 stammenden „Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayerischen Schulen“ präsentiert. Sie sah vor, dass künftig auch „sexuelle Orientierung“ und „sexuelle Identität“ im Unterricht behandelt werden sollten. „Demo für alle“ intervenierte: Am 12. September 2016 traf sich das Aktionsbündnis, das zwar bestreitet, der AfD nahezustehen, jedoch von Beatrix und Sven von Storch geleitete Vereine zu seinen Unterstützern zählt, mit dem damaligen Kultusminister Ludwig Spaenle. Die Organisatorin der Proteste, Hedwig von Beverfoerde, und ihre Mitstreiter verlangten, das komplette Kapitel „Geschlechterrolle und Geschlechtsidentität“ aus dem Entwurf zu streichen.

250 0008 33716642 Dpa Protest Demo Fuer Alle
Das Aktionsbündnis „Demo für alle“ organisierte – wie hier 2016 in Wiesbaden – in verschiedenen Bundesländern Proteste gegen neue Lehrpläne, die Themen wie sexuelle Vielfalt behandeln. Foto: Boris Roessler/dpa

Damit kamen sie nicht durch. Dennoch wurden Teile der neuen Richtlinie verhindert. Beispielsweise sei die „geplante Erziehung der Schüler zu ,Akzeptanz‘ unterschiedlichster sexueller Orientierungen fallen gelassen“ worden, so von Beverfoerde. Laut Entwurf sollten Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 anderen Menschen gegenüber „Toleranz und Akzeptanz“ zeigen – ungeachtet ihrer sexuellen Identität. In der Fassung, die am 15. Dezember 2016 schließlich in Kraft trat, war das Wort „Akzeptanz“ jedoch gestrichen und durch „Respekt“ ersetzt worden.

„Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass Kinder immer häufiger in nicht klassischen Familienstrukturen aufwachsen.“ BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann

Das sei ein „deutlicher Rückschritt“, sagt die Psychologin Dr. Claudia Krell. Am Deutschen Jugendinstitut in München hat sie unter anderem zu „Lebenssituationen und Diskriminierungserfahrungen von lesbischen und schwulen Jugendlichen in Deutschland“ geforscht. Für ihre Studie hatten Krell und ihre Kollegen über 5000 schwule und lesbische Jugendliche zu ihrem Coming-out und Diskriminierung befragt. Fazit: Viele trauten sich nicht, sich in der Schule zu outen. „Außer in Form von Schimpfwörtern taucht das Thema sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität bisher nicht auf“, konstatiert Krell. Also etwa: „So eine schwule Matheaufgabe“. Auch Simone Fleischmann, die Präsidentin des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV) sieht es als Aufgabe von Schule, die Vielfalt sexueller Lebenswelten abzubilden. „Wir müssen einfach zur Kenntnis nehmen, dass Kinder immer häufiger in nicht klassischen Familienstrukturen aufwachsen“, sagt Fleischmann. „Wenn wir nicht entsprechend darauf eingehen, ist die Gefahr groß, dass sich die betroffenen Kinder ,falsch‘ fühlen.“

Im Video: Wann haben Jugendliche ihr erstes Mal? Wie wichtig ist ihnen Treue? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung veröffentlicht in ihrer Studie Zahlen zur Jugendsexualität.

In der Schule könne durchaus über die Existenz unterschiedlicher Lebensformen gesprochen werden, sagt von Beverfoerde. Den Begriff der „Akzeptanz“ hält sie aber für „Indoktrination“ und damit für „verfassungswidrig“. Die Schule dürfe Schüler lediglich dazu anhalten, andere Einstellungen „zu tolerieren, also auszuhalten“ – auch in Bezug auf die Sexualität. Die Tatsache, dass es auch andere Formen des Zusammenlebens gebe, ändere nichts daran, dass „die natürliche Familie das Fundament und die Keimzelle unserer Gesellschaft“ sei, behauptet die konservative Aktivistin.

Schulen wollen die Eltern mit ins Boot holen

Durch die Sexualerziehung an den Schulen sehen die Vertreter von „Demo für alle“ auch das Recht der Eltern in Gefahr, über die Erziehung ihrer Kinder zu entscheiden. Während manche Kinder und Jugendliche sich bereits für Sexualität interessieren, sei das für andere Gleichaltrige noch kaum oder überhaupt kein Thema. Diese Kinder im Klassenverband „zwangsweise“ mit sexuellen Themen zu behelligen, komme einem „seelischen Missbrauch staatlicher Gewalt gleich“, kritisiert von Beverfoerde. In entsprechenden Online-Foren kündigen manche Eltern an, ihre Kinder an Projekttagen zum Thema Sexualkunde nicht zum Unterricht schicken zu wollen. Auch BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann kennt solche Fälle aus ihrer Zeit als Lehrerin und Schulleiterin: „Wenn ich solche Tage angekündigt hatte, kam es vor, dass Kinder krank gemeldet wurden.“ Die Widerstände der Eltern zeigten, „dass die Gesellschaft längst nicht so liberal ist, wie wir glauben“.

Wichtig sei es daher, die Eltern mit ins Boot zu holen. Die bayerischen Richtlinien sehen vor, dass Mütter und Väter bei einem Elternabend, in höheren Jahrgangsstufen auch per Brief, über den geplanten Unterricht zur Familien- und Sexualerziehung informiert werden. Bei diesen Veranstaltungen werden auch die „vorgesehenen audiovisuellen Lehr- und Lernmittel vorgestellt und erläutert“. Fleischmann hält das für eine gute Lösung: „Elternabende sind ein hervorragendes Instrument, Eltern vorab Informationen zu geben. Was genau wird besprochen? Wie genau läuft der Unterricht ab? Das machen wir nicht, wenn es um den Satz des Pythagoras geht, beim Thema Sexualität ist dies aber angezeigt.“

„Befürchtungen im Hinblick auf Indoktrination von Schülerinnen und Schülern durch die gelegentliche Einbeziehung außerschulischer Experten sind unbegründet." Bayerisches Kultusministerium

Streit gibt es auch über den Einsatz von externen Referenten für den Aufklärungsunterricht. Bei dem Gespräch mit dem damaligen Kultusminister Spaenle wollte „Demo für alle“ erreichen, dass die Lehrkraft bei solchen Veranstaltungen immer anwesend sein muss – aus Sorge, die Referenten könnten sich nicht an die geltenden Richtlinien halten. Experten von Pro Familia lehnt „Demo für alle“ ab, diese gehörten, so der Vorwurf, der „Abtreibungslobby“ an.

Das bayerische Kultusministerium erklärt dazu, „Befürchtungen im Hinblick auf Indoktrination von Schülerinnen und Schülern durch die gelegentliche Einbeziehung außerschulischer Experten“ seien unbegründet. Jede Schule müsse einen Beauftragten für Familien- und Sexualerziehung ernennen. Dieser prüfe „alle Angebote externer Anbieter zur Familien- und Sexualerziehung und stellt sicher, dass jede außerschulische Zusammenarbeit im Einklang mit den Richtlinien geschieht.“

Karten Sexualkunde
Auch diese von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) herausgegebenen Karten im Handyformat finden sich im Koffer von Claudia Alkofer und Christina Weindler. Foto: A. Sauerer

Claudia Alkofer und Christina Weindler haben bisher keine negativen Reaktionen bekommen – weder von den Eltern noch von den Schulen. „Wir zeigen den Lehrkräften ja vorher das gesamte Material und alle Broschüren“, sagt Alkofer. An viele Schulen kämen sie zudem seit Jahren regelmäßig: „Die wissen, was wir machen.“ Auch, wenn der Lehrer nicht anwesend ist. „Die Möglichkeit, sich zu öffnen und Fragen zu stellen, ist für die Schüler dann viel größer“, sagt Weindler.

Manche Aktion würden sich die Schüler vielleicht auch nicht erlauben, wenn der Lehrer dabei wäre. In einer sechsten Klasse wollen die Pro-Familia-Mitarbeiterinnen mit einer Jungen-Gruppe gerade das Abrollen von Kondomen üben, als einer der Schüler sich den größten der Holzpenisse aus dem Koffer schnappt, ihn sich gegen den Schritt hält und unter dem Gejohle seiner Klassenkameraden durchs Zimmer hüpft. Alkofer und Weindler kann das nicht aus der Ruhe bringen. „Meist versucht auch jemand, die Kondome aufzublasen oder sie am Wasserhahn mit Wasser zu füllen“, erzählen sie. Lehrreiche „Pannen“ kommen auch immer wieder vor – etwa, dass jemand versucht, das Kondom verkehrt herum abzurollen. Dann können die Expertinnen zeigen, wie es richtig geht – und die Schüler haben etwas gelernt.

250 0008 33716634 Kn Pro Familia Sexuelle Bildung
Plüsch-Vagina, Kondome und jede Menge Infomaterial - das ist im Aufklärungskoffer der Expertinnen von Pro Familia. Foto: Knobloch

Was die Jugendlichen über das Thema Sexualität denken, erfahren Claudia Alkofer und Christina Weindler bei der Übung „Wertekreis“. Dabei sollen die Schüler Begriffe verschiedenen Kategorien zuordnen – was finden sie okay, was geht in ihren Augen gar nicht? Auf den Karten stehen Dinge wie „Knutschflecken“, „Mädchen, die den ersten Schritt machen“ oder „heiraten“, aber auch „fremdgehen“, „Sexting“ oder „jemanden auf den Hintern hauen“. „Dadurch kann man mit den Jugendlichen gut ins Gespräch kommen – etwa darüber, wo sexuelle Belästigung anfängt“, sagt Alkofer.

Erfahrung mit Pornos haben viele der Jugendlichen

Und was ist mit dem Klischee von der „Generation Porno“? „Die Jugendlichen heute haben schon mehr gesehen als die Generationen vor ihnen“, stellt Weindler fest – teils auch ungewollt beim Surfen im Internet und oftmals, bevor sie selbst sexuelle Erfahrungen gemacht haben. „Dadurch fehlt den Jugendlichen die Möglichkeit, das Gesehene einzuordnen“, so Weindler. So entstehen schnell falsche Vorstellungen und Rollenbilder. Deshalb haben die Expertinnen von Pro Familia die Broschüre „Voll pornös“ im Gepäck. „Pornos haben mit echtem Sex so viel zu tun wie ,Alarm für Cobra 11‘ mit der Arbeit der echten Autobahnpolizei“, heißt es darin etwa.

„Aufklärung ist immer der beste Schutz – vor Missbrauch, vor ungewollter Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten.“ Claudia Alkofer von Pro Familia

Der vermeintlichen Normalität des Pornokonsums – „das schauen doch alle“ – setzen die Sozialarbeiterinnen den Hinweis auf die rechtlichen Rahmenbedingungen entgegen: Legal Pornos schauen darf man nämlich erst ab 18. Welche Folgen der frühe Pornokonsum auf lange Sicht habe, könne man noch nicht sagen, da Langzeitstudien fehlten, so Weindler. Bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen hätten sich aber Praktiken wie Intimrasur oder Analverkehr stärker verbreitet – hier könnten Pornos durchaus eine Art Vorbildfunktion gehabt haben.

Auch Intim-OPs, etwa zur Korrektur der Schamlippen, hätten stark zugenommen. „Wir versuchen, den Jugendlichen rüberzubringen, dass es verschiedene Penisse und Vaginas gibt und das nicht normiert ist“, sagt Alkofer. Sie ist überzeugt: „Aufklärung ist immer der beste Schutz – vor Missbrauch, vor ungewollter Schwangerschaft und vor sexuell übertragbaren Krankheiten.“

Die Autorin Louisa Knobloch

Autorin Knobloch Louisa 01 Sw Freigestellt

Louisa Knobloch kann sich noch gut an den recht verklemmten Aufklärungsunterricht aus ihrer eigenen Schulzeit erinnern und ist froh, dass es heute modernere Konzepte gibt. Wie die Aufklärung bei ihrem kleinen Sohn mal laufen wird, weiß sie noch nicht – sie will aber versuchen, alle Fragen zu beantworten.

Text: Louisa Knobloch
Fotos: sk_design/stock.adobe.com, Julian Stratenschulte/dpa, Boris Roessler/dpa, Louisa Knobloch, Angelika Sauerer

Teilen