Eben sangen sie noch. Die Amseln modellierten ihre Strophen zum flotten Duett. Die Drossel flötete sanfte Melodien, der Fink trällerte die Tonleiter abwärts und der Star ahmte sie alle nach, so gut es ging. Und dann plötzlich Stille. Die große Stereoanlage der Natur ist wie von Geisterhand abgedreht. Die Tagaktiven verstummen. Schwarz wiegen sich die Tannen vorm dämmergrauen Himmel, schaudernd rascheln die Buchen und Eichen mit trockenen Blättern im Luftzug. Der Moment ist fast ein wenig unheimlich. Es ist, als ob die Welt davor erschrickt, was auf sie zukommt: die Nacht.